Ein Material. Aber dennoch so unterschiedliche Wirkungen. Bei der Auswahl geht es nicht nur um Stein. Aber ebenso darum, was der Architekt zum Ausdruck bringen möchte. Besonders spannend wird es, wenn unterschiedliche Oberflächen auf derselben Fassade miteinander interagieren.
Wenn Sie die Olof-Palme-Straße in Stockholm entlanggehen, finden Sie das SIF-Gebäude von Carl Erik H. Fogelvik und Hans Birkholz. Die Fassade bestand aus Älvdalsquartzit. In zwei Farbtönen: eine polierte Oberfläche im Kontrast zu einer gehämmerten Reihe. Die Wahl von Älvdalsquartz, so Carl Erik H. Fogelvik, erschien ihm aufgrund seiner Vorliebe für erdige Materialien, die sich als langlebige Dekorationselemente im urbanen Raum eignen, ganz natürlich.
Carl Erik H. Fogelvik beschreibt sich selbst als einen bodenständigen Architekten, der sich positiv von der dänischen und mittelalterlichen europäischen Architektur inspirieren lässt. Mittlerweile ist er im Ruhestand, war jedoch während seiner Berufsjahre Teil des Architekturbüros FFNS. Viele Jahre lang war er im Auftrag der SIDA vor allem im Ausland in Ländern wie Peru, Äthiopien, Iran und Bangladesch in verschiedenen Hilfsprojekten tätig.
In Schweden steht Carl Erik H. Fogelvik unter anderem hinter dem Wohngebiet Ellagård in Täby, Stockholm, der Sanierung des Lagern-Viertels an der Klara kyrkogårdsgata in Stockholm und dem Östersund-Krankenhaus.
Für Hans Birkholz als frisch diplomierten Architekten war das SIF-Gebäude eine der ersten Aufgaben. Ein Projekt unter der Leitung von Carl Erik H. Fogelvik.
In den letzten Jahren wurde Birkholz‘ Name mit dem Zentrum von Stockholm in Verbindung gebracht, wo er an der Renovierung von Hötorget und Sergelgatan arbeitete. Seinen eigenen Worten zufolge hat er versucht, das Leben in diesen Teilen der Stadt wiederherzustellen. Zu seinen Methoden zählen die Verglasung der stark befahrenen Straße Sergelgatan/Sveavägen, die Renovierung der Geschäfte in der Gegend und die Veränderung der Straßenatmosphäre mithilfe von Beleuchtung, neuen Sitzbereichen und der Erweiterung der Pflastersteine auf dem Hötorget, um eine einheitliche Gestaltung des gesamten Platzes zu schaffen.
Hans Birkholz schätzte Älvdalskvartsite, weil es die Möglichkeit bot, ansprechende Oberflächen mit unterschiedlichen Eigenschaften – in diesem Fall kreuzgehämmert und poliert – einander gegenüberzustellen.
Eine Stadt voller Vielfalt und einer Fassade mit unterschiedlichen Geschichten. Völlig natürlich.